Start Presse Dreizehn Notinseln in Lünen-Süd Westfälische Rundschau, 23.04.2008

Dreizehn Notinseln in Lünen-Süd Westfälische Rundschau, 23.04.2008

Gisela Kortenbruck, Ute Joschko, Willi K. Müller und Birgit Rohde (v.l.) machen auf die Notinseln aufmerksam. (Bild: usto)

Lünen-Süd (usto) Notinsel ist ein Netzwerk von Geschäften und Läden, in denen Kinder bei Gefahr Hilfe finden. Auch in Lünen-Süd ist diese Möglichkeit seit 2007 an 13 unterschiedlichen Standorten zu finden.

Um nochmals auf dieses relativ unbekannte Hilfsangebot hinzuweisen, traten Ute Joschko und Willi K. Müller von der IGS Lünen-Süd, Pfarrerin Gisela Kortenbruck von der evangelischen Preußengemeinde und Birgit Rohde vom evangelischen Kindergarten am Montag an die Öffentlichkeit. Gerade Eltern und Erziehungsberechtigte sollten wissen, wo diese Anlaufstellen zu finden sind. Ein einheitliches Zeichen an der Eingangstür mit drei stilisierten Kindern soll erkennbar machen "Wo wir sind, bist du sicher." In Verbindung mit dem im entstehen begriffenen Familienzentrum in Lünen-Süd bieten diese Notinseln einen Schutz für die Kinder. "Wir können schon mal trösten und beruhigen," ist sich Ute Joschko bewusst. Darüber hinaus bestehen Kontakte zur Polizei und anderen maßgeblichen Stellen. Denn um wirklich festzustellen, was mit den Kindern los ist, bedarf es schon geschulter Fachleute.

Wichtig ist auch, dass nur seriöse Geschäfte und Einrichtungen in den Kreis der Nothilfe aufgenommen werden. Pfarrerin Gisela Kortenbruck wünscht sich, dass einige bestehende Lücken im Netz noch geschlossen werden: "Vielleicht können auch die Kindergärten mit ihrem Fachpersonal dabei eine Hilfe sein."

Die Schulen sind aufgerufen, das Angebot der Nothilfe an die Klassen weiterzugeben und die Eltern zu unterrichten. Wichtig ist, dass die Öffentlichkeit noch aufmerksamer wird. Leider gibt es in Horstmar erst drei Notinseln und in Gahmen existiert nicht mal eine. Das kann sich aber ändern. Wer Interesse hat, sollte sich bei Ute Joschko oder Willi K. Müller melden. Eine Mitgliedschaft in der IGS ist nicht notwendig.

Wesfälische Rundschau
vom 23.04.2008