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Dachhaie suchen Opfer

Die Saison hat begonnen, Dachhaie suchen Opfer

Ein aktueller Anlass aus eigener Erfahrung und Erlebnissen in den letzten Tagen haben uns und mich zu diesem Artikel bewegt. Hausbesitzer aufgepasst!

Auch in diesem Jahr kann man nicht oft genug wieder vor sogenannten Dachhaien warnen. Die reisenden Dachdecker drängen Hausbesitzern Dienstleistungen auf und sind vornehmlich im Herbst in Wohnsiedlungen unterwegs, oftmals aber nach Stürmen. Dort klingeln sie und weisen zunächst auf vermeintliche Schäden am Dach hin, die angeblich dringend behoben werden müssen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, die nicht mit aufs Dach gehen können, um sich von der Richtigkeit der Behauptungen zu überzeugen. In diesem Zuge wird dann schon mal gerne ein Stückchen Mörtel oder Ziegel in der Tasche mitgebracht um es dann als ein Teil vom eigenen dach zu präsentieren.

Die Handwerker locken zu dem oft mit Sonderpreisen. Nachdem die überrumpelten Hausbesitzer einen Vertrag unterschrieben haben, beginnen sie sehr schnell mit der Reparatur, oft wird das Dach umgehend abgedeckt. Dabei stellen die Dachhaie dann weitere vermeintliche Mängel fest. Einige nehmen Wasserflaschen mit aufs Dach und täuschen damit einen Wasserschaden vor. Und ist das Dach erst einmal offen, trauten sich viele Hausbesitzer nicht mehr, von dem Vertrag zurückzutreten.

Unnötig und überteuert

Meist sind die Arbeiten dieser Firmen gar nicht notwendig. Oft werden sie nicht sach- und fachgerecht ausgeführt, vor allem aber sind sie bei 99% der Fälle viel zu teuer. Als Hausbesitzer können ihnen so mehrere Tausend Euro aus der Tasche gezogen werden. Manche Firmen verlangen eine Anzahlung oder sogar die gesamte Auftragssumme in bar. Darauf sollten sich Hausbesitzer keinesfalls einlassen, warnen viele Verbraucherschützer. Sie raten dringend davon ab, solche Aufträge an der Haustür abzuschließen. Stattdessen empfehlen sie, Handwerker aus der Umgebung zurate zu ziehen und vor der Vergabe von Aufträgen Angebote mehrerer Firmen einzuholen. Ein Anruf bei Ihrer Versicherung reicht schon aus um einen vertrauenswürdigen Fachbetrieb genannt zu bekommen.

Wer den Tricks der Dachhaie aufgesessen ist, kann die zu Hause geschlossenen Verträge mit dem nicht bestellten Dachdecker innerhalb von zwei Wochen widerrufen. Fehlt eine korrekte Widerrufsbelehrung im Vertrag, besteht das Recht sogar unbegrenzt. Besser ist es aber, sofort zu widerrufen und auch ein Grundstücksverbot - möglichst vorab per Fax oder unter Zeugen telefonisch - anzukündigen und durchzusetzen. Rückt die Dachdeckerkolonne dann trotzdem noch an, empfiehlt sich ein Anruf bei der Polizei.

Ein letztes Wort:

Sofern Sie auswärtige Firmen bei Ihren Nachbarn sehen……… gönnen Sie sich ein paar Minuten und weisen Sie vor allem die älteren Menschen auf den Inhalt des oben stehenden Textes hin. DANKE

M. Wegner